Was konnten sie tun? Widerstand und Kurt Jooss im Bürgerhaus Wasseralfingen


Datum und Uhrzeit
Künstler
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Widerstand sichtbar machen: Geschichte, Haltung und Kurt Jooss in Wasseralfingen
Die Ausstellung Was konnten sie tun? Widerstand gegen den Nationalsozialismus 1939–1945 bringt historische Zivilcourage in die Museumsgalerie des Bürgerhauses Wasseralfingen. Im Mittelpunkt stehen Menschen und Gruppen, die sich der nationalsozialistischen Diktatur widersetzten – durch Informationen, Flugblätter, Hilfe für Verfolgte oder den Versuch, die verbrecherische Herrschaft zu beenden.
Vielfalt des Widerstands gegen die NS-Diktatur
Die Wanderausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand aus Berlin zeigt, wie unterschiedlich Widerstand im Alltag, in der Politik und im persönlichen Handeln aussehen konnte. Die Präsentation lenkt den Blick auf Handlungsspielräume unter Bedingungen von Überwachung, Verfolgung und Gewalt. Jede Station verbindet historische Information mit der Frage nach persönlicher Verantwortung.
Kurt Jooss: Tanzkunst mit Haltung
Ein besonderer Ausstellungsteil widmet sich dem aus Wasseralfingen stammenden Tänzer und Choreografen Kurt Jooss. Als die Nationalsozialisten von ihm verlangten, jüdische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus seinem Ensemble zu entlassen, floh Jooss mit der gesamten Compagnie zunächst in die Niederlande und später nach England und in die Vereinigten Staaten. Dort setzte er seine künstlerische Arbeit fort.
Jooss steht exemplarisch für eine Kunst, die sich nicht von politischer Willkür vereinnahmen ließ. Sein Name ist eng mit der modernen Tanzgeschichte und der anti-kriegerischen Choreografie Der grüne Tisch verbunden. Die Ausstellung verknüpft damit lokale Erinnerung, Exilgeschichte und die kulturelle Bedeutung von Tanz als Ausdruck künstlerischer Integrität.
Ausstellungsatmosphäre und kulturelle Bildung
Die Museumsgalerie im Bürgerhaus Wasseralfingen schafft einen konzentrierten Raum für historische Werkbetrachtung und ästhetische Erfahrung. Dokumente, Biografien und thematische Zusammenhänge machen sichtbar, wie Menschen trotz Unterdrückung Entscheidungen trafen. Die ruhige Ausstellungsatmosphäre unterstützt eine intensive Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur, Menschenrechten und demokratischer Verantwortung.
Begleitprogramm und regionale Perspektiven
Die Ausstellung ist Teil des Projekts Widerstand gestern und heute, das historische Bildungsarbeit mit aktuellen Fragen zu Zivilcourage, Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung verbindet. Ergänzende Bildungsangebote richten sich auch an Schulen und Gruppen. Geplant ist zudem am 27. Oktober 2026 in Kooperation mit dem Kino am Kocher die Vorführung des Dokumentarfilms Kurt Jooss, Der Grüne Tisch mit anschließendem Gespräch mit der Regisseurin Annette von Wangenheim.
Fazit: Eine Ausstellung, die zum Handeln anregt
Besucherinnen und Besucher erwartet kein distanziertes Geschichtspanorama, sondern ein eindringliches Kunsterlebnis zwischen Erinnerung, Haltung und kultureller Bildung. Die Ausstellung macht sichtbar, welche Formen des Widerstands möglich waren und welche persönlichen Risiken damit verbunden waren. Wer Zeitgeschichte, Tanzgeschichte und die ethische Kraft künstlerischer Entscheidungen verstehen möchte, sollte diese Ausstellung unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Kurt Jooss:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: kein offizielles Profil gefunden









