St. Augustinus
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Langertstraße 116, Aalen

Langertstraße 116, 73431 Aalen, Germany

St. Augustinus Aalen | Geschichte & Architektur

St. Augustinus in Aalen ist eine Kirche, die auf den ersten Blick still und klar wirkt, bei näherem Hinsehen aber eine erstaunlich dichte Geschichte erzählt. Das Gotteshaus steht an der Langertstraße 116 im Aalener Süden auf einer Anhöhe zwischen Triumphstadt und Zochental. Wer den Ort besucht, erlebt keine anonyme Großkirche, sondern einen Raum mit bewusst schlichter Präsenz, der als Haus Gottes, als Treffpunkt der Gemeinde und als Ort für ruhige Besinnung verstanden wird. Der Kirchenführer lädt ausdrücklich dazu ein, die Kirche zu betreten, sie auf sich wirken zu lassen, zur Ruhe zu kommen, zu beten und mit eigenen Fragen und Zweifeln vor Gott zu treten. Genau das macht St. Augustinus so besonders: Hier verbinden sich Architektur, Glauben, Nachbarschaft und Erinnerung zu einem Ort, der nicht laut sein muss, um Eindruck zu hinterlassen. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Planung und Bau der St. Augustinus-Kirche in Aalen

Die Geschichte von St. Augustinus beginnt nicht erst mit dem sichtbaren Bau, sondern in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, als viele Vertriebene aus Schlesien, den Sudetenländern, dem Egerland, Nord- und Süd-Böhmen sowie weiteren Ostgebieten nach Aalen kamen. Für die Triumphstadt-Siedlung wurde schon in den fünfziger Jahren über einen Kirchenbau nachgedacht, weil sich dort eine neue katholische Gemeinschaft formierte und ein eigener sakraler Mittelpunkt gebraucht wurde. Stadtpfarrer Rudolf Renz bemühte sich früh um einen passenden Bauplatz. Nach schwierigen Verhandlungen konnte das Grundstück im Mai 1968 mit Unterstützung der Stadt gekauft werden. Der Kaufvertrag wurde am 20. Mai 1968 abgeschlossen. Kurz darauf fiel der Beschluss, die Kirche aus Kostengründen in Fertigbauweise zu errichten. Damit war St. Augustinus nicht nur ein Bauprojekt, sondern auch eine Antwort auf die konkrete soziale und geistliche Situation der damaligen Zeit. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Der Entwurf stammt von Architekt Frank aus Herrenberg, der für diesen Typus von Kirchen mehrere Aufträge in der Diözese erhielt. Im Kirchenführer wird beschrieben, dass der Rohbau bereits im September 1969 mit Fertigteilen aufgerichtet werden konnte und die lokale Presse damals von einer Kirche berichtete, die in wenigen Stunden im Rohbau stand. Die Weihe erfolgte am 13. September 1970 durch Abt Johannes Kraus vom Kloster Neresheim und wurde von einer großen Beteiligung der Bevölkerung begleitet. Damit wurde St. Augustinus schnell zu einem fest verankerten Ort im kirchlichen Leben der Stadt. Später wurde die Kirche erneut zu einem Symbol für Beständigkeit: Im September 2020 konnte sie ihr fünfzigjähriges Jubiläum feiern. Gleichzeitig wurde in diesem Zusammenhang auch das restaurierte Feldkreuz am Eingang der Kirche geweiht. Diese Chronologie zeigt, dass der Standort nicht nur gebaut, sondern über Jahrzehnte immer wieder neu getragen, geschützt und belebt wurde. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Auch der Name der Kirche hat eine doppelte Bedeutung. Zum einen ist Augustinus der Kirchenpatron, dessen Fest am 28. August gefeiert wird. Zum anderen wurde der Name auch im Gedächtnis an Kardinal Augustin Bea gewählt, der sich im 20. Jahrhundert besonders um die Einheit der christlichen Kirchen bemühte. Das ist für die Geschichte des Ortes wichtig, weil in St. Augustinus bis Anfang der 1990er Jahre auch evangelische Gottesdienste stattfanden. Die Kirche war also nicht nur ein Raum für eine Konfession, sondern über längere Zeit auch ein Zeichen gelebter Nähe zwischen christlichen Gemeinschaften. Heute lässt sich darin eine Linie erkennen: Vom Bau als Reaktion auf eine neue Wohnsiedlung über die frühe ökumenische Offenheit bis hin zur aktuellen Mitmachkirche blieb St. Augustinus stets ein Ort, an dem Kirche auf eine konkrete städtische Wirklichkeit antwortet. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Architektur, Fenster und Innenraum mit Augustinus-Symbolik

Architektonisch wirkt St. Augustinus bewusst zurückhaltend. Der Kirchenführer beschreibt die Architektur als nicht außergewöhnlich, aber als von schlichter Schönheit. Gerade diese Einfachheit macht den Raum überzeugend. Das hochaufragende Steildach mit niedriger Traufe verleiht dem Gebäude Wärme und Präsenz. Zwischen den Betonträgern der Decke liegt eine Holzverkleidung, dazu kommen die braunen Bänke und ein Teppichboden in ähnlicher Farbgebung. So entsteht ein ruhiger, behaglicher Innenraum, der auf Konzentration und Sammlung ausgerichtet ist. Die Ausstattung blieb zunächst sparsam, weil zur selben Zeit die alte Marienkirche aufgrund des Baus der neuen Hochbrücke abgerissen werden sollte und eine neue Hauptkirche samt Gemeindezentrum in Aalen geplant war. Viele Elemente wurden deshalb über Spenden und Schenkungen finanziert. Dieses Zusammenspiel aus Einfachheit, Gemeinsinn und gestifteten Details prägt den Charakter der Kirche bis heute. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Besonders prägend sind die Fenster. Das umlaufende Band aus farbigem Glas wurde von Georg Sternbacher entworfen und in seiner Werkstätte in Unterkochen ausgeführt. Im Kirchenschiff wurden die Fenster in Beton verglast, im Giebel der Empore als Bleiglas. Die blauen, gelben und roten Glasflächen mit ornamentaler Ordnung wollen nicht nur schmücken, sondern zur Besinnung und Sammlung beitragen. Sternbacher erklärte selbst, dass sich das Hauptthema in Symbolen auf den heiligen Augustinus bezieht. In den zwei großen Fenstern der Ostseite erscheint ein flammendes, von einem Pfeil durchbohrtes Herz als Zeichen der Gottesliebe des Kirchenpatrons. Auf der Westseite steht die Eucharistie mit Kelch und Hostie im Mittelpunkt; vier Kreuze in den Ecken des Fensters verweisen auf die vier lateinischen Kirchenväter, zu denen Augustinus gehört. Ergänzt wird diese Bildsprache durch das Nordfenster und die Seitenfensterbänder, die das fließende Meer und die berühmte Augustinus-Legende vom Knaben am Strand aufgreifen. So wird die theologische Tiefe des Patrons sichtbar in Farben, Formen und Licht. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Auch die übrige Ausstattung erzählt von der Verbindung aus Sakralraum und Gemeinschaft. Der Altar besteht aus Kirchheimer Muschelkalk und ist um zwei Stufen erhöht. Die Marienstatue wurde 1971 als Nachschnitzung feierlich geweiht, die Augustinusfigur kam 1980 dazu und wurde von Erwin Massopust geschaffen. Hinzu kommt die Orgel, die am 30. August 1992 aus der ehemaligen Krankenhauskapelle überlassen wurde. Sie musste zunächst zerlegt, entstaubt, wieder aufgebaut und nachintoniert werden. Der Kirchenführer betont außerdem, dass die Figur des Kirchenpatrons auf einer Konsole links an der Altarrückwand steht und aus Lindenholz geschnitzt ist. Diese klare Gliederung von Altar, Figur, Glas und Holz macht St. Augustinus zu einem Raum, in dem die liturgische Ordnung unmittelbar sichtbar wird. Die Architektur ist also nicht monumental, aber sehr bewusst geformt. Sie setzt auf ruhige Proportionen, auf Licht und auf eine verständliche Symbolsprache, die auch Besucher ohne kirchliche Vorbildung intuitiv lesen können. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Mitmachkirche, Gottesdienste und geistliches Leben

Eine besondere Phase begann im Jahr 2017, als der damalige Pfarrer Wolfgang Sedlmeier ein Veto gegen Pläne einlegte, St. Augustinus zu entweihen und abzureißen. Aus diesem Einspruch heraus entstand die Mitmachkirche. Das ist mehr als ein schöner Begriff: Der Kirchenführer beschreibt sehr konkret, dass wesentliche Erhaltungsmaßnahmen seither ehrenamtlich getragen werden. Schließdienst, Ordnung, Sauberkeit, Schmuck und kleinere Reparaturen werden von Menschen aus der Gemeinde übernommen. Es gibt weder einen Hausmeister noch einen Mesner. Damit ist St. Augustinus ein Beispiel dafür, wie ein kirchlicher Ort durch Beteiligung der Gemeindemitglieder erhalten und weitergeführt werden kann. Die Kirche ist nicht nur gebaut, sie wird getragen. Diese Form der Verantwortung macht den Standort für Besucher interessant, weil hier nicht allein steinerne Geschichte, sondern gelebte Gegenwart sichtbar wird. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Das geistliche Leben ist dabei vielfältig. In der Kirche finden katholische Gottesdienste statt, und der Kirchenführer erwähnt außerdem, dass einmal im Monat ein russisch-orthodoxer Gottesdienst gefeiert wird. Das verweist auf eine Offenheit, die zum Charakter des Ortes passt. Hinzu kommt, dass St. Augustinus historisch auch evangelisch genutzt wurde und somit über längere Zeit ein Raum konfessioneller Nähe war. Heute zeigt sich diese Offenheit nicht nur im liturgischen Leben, sondern auch im Umgang mit dem Gebäude selbst: Der Kirchenführer versteht die Kirche ausdrücklich als Ort, an dem man beten, sich sammeln und nachdenken kann. Die Atmosphäre ist bewusst still, aber nicht steril. Gerade die Mischung aus liturgischer Funktion, persönlicher Andacht und gemeinschaftlicher Pflege macht den Unterschied zu einer reinen Eventlocation aus. Wer hierher kommt, sucht keine Tickets oder einen Showplan, sondern einen Raum für Glauben, Ruhe und Begegnung. Trotzdem ist die Kirche kein abgeschlossener Sonderort, sondern Teil des lebendigen katholischen Netzwerks in Aalen. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Auch die innere Haltung der Gemeinde ist bemerkenswert. Die Seite der Katholischen Kirche Aalen beschreibt St. Augustinus nicht isoliert, sondern als Teil einer Seelsorgeeinheit, in der Salvator, St. Maria und St. Bonifatius zusammenarbeiten und zusätzlich italienische und kroatische Gemeinden dazugehören. Für St. Augustinus bedeutet das: Der Ort steht nicht allein, sondern ist eingebettet in ein größeres kirchliches Miteinander. Dass die Kirche bis heute geöffnet ist und ausdrücklich zum Besichtigen einlädt, zeigt die Balance zwischen sakraler Würde und zugänglicher Einladung. Wer den Raum betritt, soll ihn nicht nur sehen, sondern innerlich ankommen. Genau deshalb passt der Name Mitmachkirche so gut: Er meint nicht nur Hilfe im Alltag, sondern eine Haltung, in der Gemeinde, Gebäude und Gottesdienst zusammengehören. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/))

Feste, Familie und Gemeindekultur rund um St. Augustinus

St. Augustinus ist nicht nur ein Ort der stillen Andacht, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt für Feiern und Gemeinschaftserlebnisse. Ein schönes Beispiel ist die Nikolausfeier mit Weihnachtsmarkt in und um St. Augustinus, die für Freitag, den 5. Dezember 2025, angekündigt wurde. Die Feier in der Kirche wird vom Kindergarten St. Augustinus gestaltet, dazu kommen der Nikolaus, ein gemütlicher Weihnachtsmarkt sowie deftige und süße Angebote. Der Förderverein St. Augustinus, die Wohngemeinschaft Triumphstadt-Zochental und mehrere Kindergärten der Umgebung wirken dabei zusammen. Das zeigt, wie stark der Standort in das soziale Umfeld eingebunden ist. St. Augustinus ist damit ein Ort, an dem Familien, Kinder und Erwachsene gemeinsam feiern können, ohne dass der kirchliche Charakter verloren geht. Die Kirche wird in solchen Momenten zum Quartiersmittelpunkt, in dem Glauben, Nachbarschaft und Alltag ganz selbstverständlich zusammenkommen. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/class/grosse-nikolausfeier-mit-weihnachtsmarkt-in-und-um-st-augustinus/))

Auch in anderen Zusammenhängen zeigt sich diese Quartiersfunktion. Bereits 2023 berichtete die Katholische Kirche Aalen über Feldkreuze am Langert, genauer in der Gegend zwischen St. Augustinus und den Limesthermen. Vier Feldkreuze wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von Familien als Zeichen des Dankes oder der Trauer gestiftet. Eines davon übernahm die Kirchengemeinde, und nach einer Renovierung durch die Mitmachkirche steht es vor der St. Augustinus-Kirche. Diese Feldkreuze sind ein besonderes lokales Erinnerungsmilieu, das die Kirche mit der Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner verbindet. Die Öschprozession an Christi Himmelfahrt führt an einem dieser Kreuze vorbei und macht deutlich, dass St. Augustinus nicht nur innerhalb der Mauern funktioniert. Der Ort strahlt in das Wohnumfeld aus, in Wege, Kreuzungen und gewachsene Nachbarschaft. Genau darin liegt ein wichtiger Teil seines Reizes: Die Kirche ist religiöser Mittelpunkt und zugleich Gedächtnisort der Umgebung. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/2023/05/09/oeschprozession-und-neues-feldkreuz/))

Das fünfzigjährige Jubiläum im Jahr 2020 passt ebenfalls in diese Lesart. Es war nicht nur eine feierliche Rückschau auf den Bau von 1970, sondern auch ein Zeichen dafür, dass sich die Gemeinde selbst neu behauptet hat. Der restaurierte Kreuzweg, die geweihte Christusfigur, das erneuerte Feldkreuz am Eingang und die vielen kleinen ehrenamtlichen Handgriffe zeigen, dass St. Augustinus von Menschen lebt, die Verantwortung übernehmen. So entsteht eine Kultur, die weder museal noch beliebig ist. Familienfeiern, Nikolaus, ökumenische Anknüpfungen, das Mittragen durch Ehrenamtliche und die sichtbare Pflege des Außenraums greifen ineinander. Für Besucher macht gerade diese Mischung den Ort interessant: St. Augustinus ist kein reines Besichtigungsobjekt, sondern ein Ort, an dem man heute noch erlebt, wie Gemeinde im Alltag Gestalt annimmt. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Lage in der Triumphstadt, Orientierung und Besuch vor Ort

Für die Orientierung vor Ort ist die Adresse eindeutig: Langertstraße 116, 73431 Aalen. Die Stadt Aalen führt die Katholische St. Augustinus-Kirche in ihrem eigenen Verzeichnis und verweist zusätzlich auf das Geodatenportal. Der Kirchenführer ergänzt die Lage mit einer inhaltlichen Beschreibung: St. Augustinus steht im Aalener Süden auf einer Anhöhe, die Triumphstadt und Zochental miteinander verbindet. Das ist eine schöne, fast bildhafte Ortslage, weil die Kirche damit sichtbar zwischen Wohngebiet, Straße und Nachbarschaft vermittelt. Wer den Standort ansteuert, findet keinen versteckten Randbau, sondern einen klar verorteten Punkt im Stadtgefüge. Auch die Nähe zu den Feldkreuzen am Langert und zu den Limesthermen zeigt, dass sich hier religiöse, historische und städtische Räume überschneiden. Für Besucher heißt das: Der Weg nach St. Augustinus ist nicht nur eine kurze Anfahrt, sondern fast schon ein kleiner Gang durch ein Stück Aalener Stadtgeschichte. ([aalen.de](https://www.aalen.de/katholische-st-augustinus-kirche.2655.25.htm))

Wer St. Augustinus besucht, sollte die Erwartungen an eine klassische Veranstaltungsstätte anpassen. Es gibt hier keine Ticketlogik wie in einem Konzertsaal und auch keinen aufwendig publizierten Sitzplan wie in einer Mehrzweckhalle. Die Kirche ist als Ort des Gottesdienstes, der Besinnung und des gemeinschaftlichen Lebens gedacht. Die Bänke, das Licht, die Symbolik und die offene Einladung zum Eintreten bestimmen das Erleben stärker als eine Eventinfrastruktur. Das ist kein Nachteil, sondern der Kern des Ortes. Gerade in einer Zeit, in der viele Gebäude nur nach Funktion gelesen werden, bleibt St. Augustinus ein Gegenentwurf: ein Haus mit klarer spiritueller Aufgabe und mit einem Raumgefühl, das auf Ruhe und Konzentration setzt. Dass die Kirche geöffnet ist und Besucher ausdrücklich willkommen sind, macht sie zusätzlich attraktiv für alle, die Architektur, Glaubensgeschichte oder lokale Identität entdecken möchten. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Die praktische Besonderheit liegt also weniger in Kapazitätszahlen als in der Atmosphäre. St. Augustinus ist eine Kirche, die den Charakter der Triumphstadt mitprägt, weil sie aus einer bestimmten historischen Situation heraus entstanden ist und heute von Ehrenamtlichen, Familien, Seelsorge und besonderen Feiern getragen wird. Die sichtbare Schlichtheit, die starken Fensterbilder, die Augustinus-Symbolik und die Lage auf der Anhöhe machen den Standort zu einem markanten Punkt in Aalen. Wer einen Ort sucht, an dem sich Architektur und Gemeindeleben sinnvoll ergänzen, wird hier fündig. Und wer einfach nur einen ruhigen, offenen Kirchenraum in Aalen besuchen möchte, findet in St. Augustinus einen Ort, der diesen Wunsch sehr direkt erfüllt. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

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St. Augustinus Aalen | Geschichte & Architektur

St. Augustinus in Aalen ist eine Kirche, die auf den ersten Blick still und klar wirkt, bei näherem Hinsehen aber eine erstaunlich dichte Geschichte erzählt. Das Gotteshaus steht an der Langertstraße 116 im Aalener Süden auf einer Anhöhe zwischen Triumphstadt und Zochental. Wer den Ort besucht, erlebt keine anonyme Großkirche, sondern einen Raum mit bewusst schlichter Präsenz, der als Haus Gottes, als Treffpunkt der Gemeinde und als Ort für ruhige Besinnung verstanden wird. Der Kirchenführer lädt ausdrücklich dazu ein, die Kirche zu betreten, sie auf sich wirken zu lassen, zur Ruhe zu kommen, zu beten und mit eigenen Fragen und Zweifeln vor Gott zu treten. Genau das macht St. Augustinus so besonders: Hier verbinden sich Architektur, Glauben, Nachbarschaft und Erinnerung zu einem Ort, der nicht laut sein muss, um Eindruck zu hinterlassen. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Planung und Bau der St. Augustinus-Kirche in Aalen

Die Geschichte von St. Augustinus beginnt nicht erst mit dem sichtbaren Bau, sondern in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, als viele Vertriebene aus Schlesien, den Sudetenländern, dem Egerland, Nord- und Süd-Böhmen sowie weiteren Ostgebieten nach Aalen kamen. Für die Triumphstadt-Siedlung wurde schon in den fünfziger Jahren über einen Kirchenbau nachgedacht, weil sich dort eine neue katholische Gemeinschaft formierte und ein eigener sakraler Mittelpunkt gebraucht wurde. Stadtpfarrer Rudolf Renz bemühte sich früh um einen passenden Bauplatz. Nach schwierigen Verhandlungen konnte das Grundstück im Mai 1968 mit Unterstützung der Stadt gekauft werden. Der Kaufvertrag wurde am 20. Mai 1968 abgeschlossen. Kurz darauf fiel der Beschluss, die Kirche aus Kostengründen in Fertigbauweise zu errichten. Damit war St. Augustinus nicht nur ein Bauprojekt, sondern auch eine Antwort auf die konkrete soziale und geistliche Situation der damaligen Zeit. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Der Entwurf stammt von Architekt Frank aus Herrenberg, der für diesen Typus von Kirchen mehrere Aufträge in der Diözese erhielt. Im Kirchenführer wird beschrieben, dass der Rohbau bereits im September 1969 mit Fertigteilen aufgerichtet werden konnte und die lokale Presse damals von einer Kirche berichtete, die in wenigen Stunden im Rohbau stand. Die Weihe erfolgte am 13. September 1970 durch Abt Johannes Kraus vom Kloster Neresheim und wurde von einer großen Beteiligung der Bevölkerung begleitet. Damit wurde St. Augustinus schnell zu einem fest verankerten Ort im kirchlichen Leben der Stadt. Später wurde die Kirche erneut zu einem Symbol für Beständigkeit: Im September 2020 konnte sie ihr fünfzigjähriges Jubiläum feiern. Gleichzeitig wurde in diesem Zusammenhang auch das restaurierte Feldkreuz am Eingang der Kirche geweiht. Diese Chronologie zeigt, dass der Standort nicht nur gebaut, sondern über Jahrzehnte immer wieder neu getragen, geschützt und belebt wurde. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Auch der Name der Kirche hat eine doppelte Bedeutung. Zum einen ist Augustinus der Kirchenpatron, dessen Fest am 28. August gefeiert wird. Zum anderen wurde der Name auch im Gedächtnis an Kardinal Augustin Bea gewählt, der sich im 20. Jahrhundert besonders um die Einheit der christlichen Kirchen bemühte. Das ist für die Geschichte des Ortes wichtig, weil in St. Augustinus bis Anfang der 1990er Jahre auch evangelische Gottesdienste stattfanden. Die Kirche war also nicht nur ein Raum für eine Konfession, sondern über längere Zeit auch ein Zeichen gelebter Nähe zwischen christlichen Gemeinschaften. Heute lässt sich darin eine Linie erkennen: Vom Bau als Reaktion auf eine neue Wohnsiedlung über die frühe ökumenische Offenheit bis hin zur aktuellen Mitmachkirche blieb St. Augustinus stets ein Ort, an dem Kirche auf eine konkrete städtische Wirklichkeit antwortet. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Architektur, Fenster und Innenraum mit Augustinus-Symbolik

Architektonisch wirkt St. Augustinus bewusst zurückhaltend. Der Kirchenführer beschreibt die Architektur als nicht außergewöhnlich, aber als von schlichter Schönheit. Gerade diese Einfachheit macht den Raum überzeugend. Das hochaufragende Steildach mit niedriger Traufe verleiht dem Gebäude Wärme und Präsenz. Zwischen den Betonträgern der Decke liegt eine Holzverkleidung, dazu kommen die braunen Bänke und ein Teppichboden in ähnlicher Farbgebung. So entsteht ein ruhiger, behaglicher Innenraum, der auf Konzentration und Sammlung ausgerichtet ist. Die Ausstattung blieb zunächst sparsam, weil zur selben Zeit die alte Marienkirche aufgrund des Baus der neuen Hochbrücke abgerissen werden sollte und eine neue Hauptkirche samt Gemeindezentrum in Aalen geplant war. Viele Elemente wurden deshalb über Spenden und Schenkungen finanziert. Dieses Zusammenspiel aus Einfachheit, Gemeinsinn und gestifteten Details prägt den Charakter der Kirche bis heute. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Besonders prägend sind die Fenster. Das umlaufende Band aus farbigem Glas wurde von Georg Sternbacher entworfen und in seiner Werkstätte in Unterkochen ausgeführt. Im Kirchenschiff wurden die Fenster in Beton verglast, im Giebel der Empore als Bleiglas. Die blauen, gelben und roten Glasflächen mit ornamentaler Ordnung wollen nicht nur schmücken, sondern zur Besinnung und Sammlung beitragen. Sternbacher erklärte selbst, dass sich das Hauptthema in Symbolen auf den heiligen Augustinus bezieht. In den zwei großen Fenstern der Ostseite erscheint ein flammendes, von einem Pfeil durchbohrtes Herz als Zeichen der Gottesliebe des Kirchenpatrons. Auf der Westseite steht die Eucharistie mit Kelch und Hostie im Mittelpunkt; vier Kreuze in den Ecken des Fensters verweisen auf die vier lateinischen Kirchenväter, zu denen Augustinus gehört. Ergänzt wird diese Bildsprache durch das Nordfenster und die Seitenfensterbänder, die das fließende Meer und die berühmte Augustinus-Legende vom Knaben am Strand aufgreifen. So wird die theologische Tiefe des Patrons sichtbar in Farben, Formen und Licht. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Auch die übrige Ausstattung erzählt von der Verbindung aus Sakralraum und Gemeinschaft. Der Altar besteht aus Kirchheimer Muschelkalk und ist um zwei Stufen erhöht. Die Marienstatue wurde 1971 als Nachschnitzung feierlich geweiht, die Augustinusfigur kam 1980 dazu und wurde von Erwin Massopust geschaffen. Hinzu kommt die Orgel, die am 30. August 1992 aus der ehemaligen Krankenhauskapelle überlassen wurde. Sie musste zunächst zerlegt, entstaubt, wieder aufgebaut und nachintoniert werden. Der Kirchenführer betont außerdem, dass die Figur des Kirchenpatrons auf einer Konsole links an der Altarrückwand steht und aus Lindenholz geschnitzt ist. Diese klare Gliederung von Altar, Figur, Glas und Holz macht St. Augustinus zu einem Raum, in dem die liturgische Ordnung unmittelbar sichtbar wird. Die Architektur ist also nicht monumental, aber sehr bewusst geformt. Sie setzt auf ruhige Proportionen, auf Licht und auf eine verständliche Symbolsprache, die auch Besucher ohne kirchliche Vorbildung intuitiv lesen können. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Mitmachkirche, Gottesdienste und geistliches Leben

Eine besondere Phase begann im Jahr 2017, als der damalige Pfarrer Wolfgang Sedlmeier ein Veto gegen Pläne einlegte, St. Augustinus zu entweihen und abzureißen. Aus diesem Einspruch heraus entstand die Mitmachkirche. Das ist mehr als ein schöner Begriff: Der Kirchenführer beschreibt sehr konkret, dass wesentliche Erhaltungsmaßnahmen seither ehrenamtlich getragen werden. Schließdienst, Ordnung, Sauberkeit, Schmuck und kleinere Reparaturen werden von Menschen aus der Gemeinde übernommen. Es gibt weder einen Hausmeister noch einen Mesner. Damit ist St. Augustinus ein Beispiel dafür, wie ein kirchlicher Ort durch Beteiligung der Gemeindemitglieder erhalten und weitergeführt werden kann. Die Kirche ist nicht nur gebaut, sie wird getragen. Diese Form der Verantwortung macht den Standort für Besucher interessant, weil hier nicht allein steinerne Geschichte, sondern gelebte Gegenwart sichtbar wird. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Das geistliche Leben ist dabei vielfältig. In der Kirche finden katholische Gottesdienste statt, und der Kirchenführer erwähnt außerdem, dass einmal im Monat ein russisch-orthodoxer Gottesdienst gefeiert wird. Das verweist auf eine Offenheit, die zum Charakter des Ortes passt. Hinzu kommt, dass St. Augustinus historisch auch evangelisch genutzt wurde und somit über längere Zeit ein Raum konfessioneller Nähe war. Heute zeigt sich diese Offenheit nicht nur im liturgischen Leben, sondern auch im Umgang mit dem Gebäude selbst: Der Kirchenführer versteht die Kirche ausdrücklich als Ort, an dem man beten, sich sammeln und nachdenken kann. Die Atmosphäre ist bewusst still, aber nicht steril. Gerade die Mischung aus liturgischer Funktion, persönlicher Andacht und gemeinschaftlicher Pflege macht den Unterschied zu einer reinen Eventlocation aus. Wer hierher kommt, sucht keine Tickets oder einen Showplan, sondern einen Raum für Glauben, Ruhe und Begegnung. Trotzdem ist die Kirche kein abgeschlossener Sonderort, sondern Teil des lebendigen katholischen Netzwerks in Aalen. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Auch die innere Haltung der Gemeinde ist bemerkenswert. Die Seite der Katholischen Kirche Aalen beschreibt St. Augustinus nicht isoliert, sondern als Teil einer Seelsorgeeinheit, in der Salvator, St. Maria und St. Bonifatius zusammenarbeiten und zusätzlich italienische und kroatische Gemeinden dazugehören. Für St. Augustinus bedeutet das: Der Ort steht nicht allein, sondern ist eingebettet in ein größeres kirchliches Miteinander. Dass die Kirche bis heute geöffnet ist und ausdrücklich zum Besichtigen einlädt, zeigt die Balance zwischen sakraler Würde und zugänglicher Einladung. Wer den Raum betritt, soll ihn nicht nur sehen, sondern innerlich ankommen. Genau deshalb passt der Name Mitmachkirche so gut: Er meint nicht nur Hilfe im Alltag, sondern eine Haltung, in der Gemeinde, Gebäude und Gottesdienst zusammengehören. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/))

Feste, Familie und Gemeindekultur rund um St. Augustinus

St. Augustinus ist nicht nur ein Ort der stillen Andacht, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt für Feiern und Gemeinschaftserlebnisse. Ein schönes Beispiel ist die Nikolausfeier mit Weihnachtsmarkt in und um St. Augustinus, die für Freitag, den 5. Dezember 2025, angekündigt wurde. Die Feier in der Kirche wird vom Kindergarten St. Augustinus gestaltet, dazu kommen der Nikolaus, ein gemütlicher Weihnachtsmarkt sowie deftige und süße Angebote. Der Förderverein St. Augustinus, die Wohngemeinschaft Triumphstadt-Zochental und mehrere Kindergärten der Umgebung wirken dabei zusammen. Das zeigt, wie stark der Standort in das soziale Umfeld eingebunden ist. St. Augustinus ist damit ein Ort, an dem Familien, Kinder und Erwachsene gemeinsam feiern können, ohne dass der kirchliche Charakter verloren geht. Die Kirche wird in solchen Momenten zum Quartiersmittelpunkt, in dem Glauben, Nachbarschaft und Alltag ganz selbstverständlich zusammenkommen. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/class/grosse-nikolausfeier-mit-weihnachtsmarkt-in-und-um-st-augustinus/))

Auch in anderen Zusammenhängen zeigt sich diese Quartiersfunktion. Bereits 2023 berichtete die Katholische Kirche Aalen über Feldkreuze am Langert, genauer in der Gegend zwischen St. Augustinus und den Limesthermen. Vier Feldkreuze wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von Familien als Zeichen des Dankes oder der Trauer gestiftet. Eines davon übernahm die Kirchengemeinde, und nach einer Renovierung durch die Mitmachkirche steht es vor der St. Augustinus-Kirche. Diese Feldkreuze sind ein besonderes lokales Erinnerungsmilieu, das die Kirche mit der Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner verbindet. Die Öschprozession an Christi Himmelfahrt führt an einem dieser Kreuze vorbei und macht deutlich, dass St. Augustinus nicht nur innerhalb der Mauern funktioniert. Der Ort strahlt in das Wohnumfeld aus, in Wege, Kreuzungen und gewachsene Nachbarschaft. Genau darin liegt ein wichtiger Teil seines Reizes: Die Kirche ist religiöser Mittelpunkt und zugleich Gedächtnisort der Umgebung. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/2023/05/09/oeschprozession-und-neues-feldkreuz/))

Das fünfzigjährige Jubiläum im Jahr 2020 passt ebenfalls in diese Lesart. Es war nicht nur eine feierliche Rückschau auf den Bau von 1970, sondern auch ein Zeichen dafür, dass sich die Gemeinde selbst neu behauptet hat. Der restaurierte Kreuzweg, die geweihte Christusfigur, das erneuerte Feldkreuz am Eingang und die vielen kleinen ehrenamtlichen Handgriffe zeigen, dass St. Augustinus von Menschen lebt, die Verantwortung übernehmen. So entsteht eine Kultur, die weder museal noch beliebig ist. Familienfeiern, Nikolaus, ökumenische Anknüpfungen, das Mittragen durch Ehrenamtliche und die sichtbare Pflege des Außenraums greifen ineinander. Für Besucher macht gerade diese Mischung den Ort interessant: St. Augustinus ist kein reines Besichtigungsobjekt, sondern ein Ort, an dem man heute noch erlebt, wie Gemeinde im Alltag Gestalt annimmt. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Lage in der Triumphstadt, Orientierung und Besuch vor Ort

Für die Orientierung vor Ort ist die Adresse eindeutig: Langertstraße 116, 73431 Aalen. Die Stadt Aalen führt die Katholische St. Augustinus-Kirche in ihrem eigenen Verzeichnis und verweist zusätzlich auf das Geodatenportal. Der Kirchenführer ergänzt die Lage mit einer inhaltlichen Beschreibung: St. Augustinus steht im Aalener Süden auf einer Anhöhe, die Triumphstadt und Zochental miteinander verbindet. Das ist eine schöne, fast bildhafte Ortslage, weil die Kirche damit sichtbar zwischen Wohngebiet, Straße und Nachbarschaft vermittelt. Wer den Standort ansteuert, findet keinen versteckten Randbau, sondern einen klar verorteten Punkt im Stadtgefüge. Auch die Nähe zu den Feldkreuzen am Langert und zu den Limesthermen zeigt, dass sich hier religiöse, historische und städtische Räume überschneiden. Für Besucher heißt das: Der Weg nach St. Augustinus ist nicht nur eine kurze Anfahrt, sondern fast schon ein kleiner Gang durch ein Stück Aalener Stadtgeschichte. ([aalen.de](https://www.aalen.de/katholische-st-augustinus-kirche.2655.25.htm))

Wer St. Augustinus besucht, sollte die Erwartungen an eine klassische Veranstaltungsstätte anpassen. Es gibt hier keine Ticketlogik wie in einem Konzertsaal und auch keinen aufwendig publizierten Sitzplan wie in einer Mehrzweckhalle. Die Kirche ist als Ort des Gottesdienstes, der Besinnung und des gemeinschaftlichen Lebens gedacht. Die Bänke, das Licht, die Symbolik und die offene Einladung zum Eintreten bestimmen das Erleben stärker als eine Eventinfrastruktur. Das ist kein Nachteil, sondern der Kern des Ortes. Gerade in einer Zeit, in der viele Gebäude nur nach Funktion gelesen werden, bleibt St. Augustinus ein Gegenentwurf: ein Haus mit klarer spiritueller Aufgabe und mit einem Raumgefühl, das auf Ruhe und Konzentration setzt. Dass die Kirche geöffnet ist und Besucher ausdrücklich willkommen sind, macht sie zusätzlich attraktiv für alle, die Architektur, Glaubensgeschichte oder lokale Identität entdecken möchten. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

Die praktische Besonderheit liegt also weniger in Kapazitätszahlen als in der Atmosphäre. St. Augustinus ist eine Kirche, die den Charakter der Triumphstadt mitprägt, weil sie aus einer bestimmten historischen Situation heraus entstanden ist und heute von Ehrenamtlichen, Familien, Seelsorge und besonderen Feiern getragen wird. Die sichtbare Schlichtheit, die starken Fensterbilder, die Augustinus-Symbolik und die Lage auf der Anhöhe machen den Standort zu einem markanten Punkt in Aalen. Wer einen Ort sucht, an dem sich Architektur und Gemeindeleben sinnvoll ergänzen, wird hier fündig. Und wer einfach nur einen ruhigen, offenen Kirchenraum in Aalen besuchen möchte, findet in St. Augustinus einen Ort, der diesen Wunsch sehr direkt erfüllt. ([katholische-kirche-aalen.de](https://katholische-kirche-aalen.de/wp-content/uploads/2024/09/Kirchenfuehrer_StAugustinus.pdf))

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MV

Myke V.

19. Oktober 2024

Frieden und Ruhe!!!

TU

T U

17. März 2026

Ein wunderbares Gebäude für Gottesdienste und Gemeinschaftsversammlungen. Danke an die Eigentümer für ihre Pflege dieser Kirche!

ES

Ella Schmidt

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