Mahnmal Schillerhöhe
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Aalen

Schillerhöhe 1, 73430 Aalen, Deutschland

Mahnmal Schillerhöhe | Geschichte & Anfahrt

Das Mahnmal Schillerhöhe in Aalen ist weit mehr als ein einzelner Gedenkort. Es steht für Erinnerung, für den Blick auf die Stadt und für eine Schicht Aalener Geschichte, die vom römischen Militärlager über den alten Friedhofs- und Erinnerungsraum am St.-Johann-Kirchhof bis in die Nachkriegszeit reicht. Wer die Schillerhöhe besucht, erlebt einen Ort, an dem sich städtische Identität, stille Kontemplation und ein weiter Ausblick miteinander verbinden. Das Mahnmal liegt an der Schillerhöhe 1 in unmittelbarer Nähe der Stadthalle und bildet zusammen mit der Volkssternwarte und dem grünen Umfeld eines der markantesten Ensembles in diesem Teil der Stadt. Genau diese Mischung aus Geschichte, Architektur und Landschaft macht den Ort bis heute so prägend für Aalen. Besonders bekannt ist die Schillerhöhe durch den täglich um 19.45 Uhr läutenden Mahnmal-Glockenton, der an die Gefallenen und Opfer des Zweiten Weltkriegs erinnert und den Ort im Alltag der Stadt sichtbar und hörbar hält. Gleichzeitig ist die Anlage ein Ausgangspunkt für Stadtspaziergänge, für historische Einordnungen und für stille Besuche mit bewusstem Tempo. Wer nach Mahnmal Schillerhöhe Aalen sucht, sucht also nicht nur eine Adresse, sondern einen Zugang zu einer der wichtigsten Erinnerungslandschaften der Stadt. ([aalen.de](https://www.aalen.de/mahnmal-schillerhoehe.2783.25.htm))

Geschichte des Mahnmals auf der Schillerhöhe

Die Entstehung des Mahnmals ist eng mit der Neugestaltung Aalens in den frühen 1950er-Jahren verbunden. 1953 beauftragte der damalige Oberbürgermeister Dr. Karl Schübel den Stadtbaumeister Professor Emil Leo damit, Ideen für ein neues Mahnmal zu sammeln. Leo ließ sich bei einem Aufenthalt in den Alpen unter anderem von der Gefallenenglocke in Rovereto im Trentino inspirieren, die täglich an die Toten des Ersten Weltkriegs erinnert. Aus dieser Anregung entwickelte er ein für Aalen maßgeschneidertes Konzept: einen dreißig Meter hohen Gedenk- und Aussichtsturm, in dessen Innerem eine Glocke untergebracht werden sollte. Als Standort schlug er die Schillerhöhe vor. Der Gemeinderat stimmte zu und prägte auch die symbolische Botschaft des Bauwerks mit. Die Glocke wurde nicht einfach als technisches Detail verstanden, sondern als bewusst gesetztes Zeichen für Frieden, Trost und Erinnerung. Zudem sollte das Gedenken ausdrücklich auch jene Menschen einschließen, die nach dem Krieg nach Aalen gekommen waren, also vor allem Flüchtlinge und Vertriebene. Nach nur sechs Monaten Bauzeit konnte der Mahnmalturm zum Volkstrauertag 1954 eingeweiht werden. Die Stadtgeschichte dokumentiert dieses Jahr als Einweihung des Mahnmals mit Glockenturm auf der Schillerhöhe. Bis heute wirkt diese Entscheidung erstaunlich modern: Das Denkmal ist nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch ein Ort des gemeinsamen städtischen Gedächtnisses. Gerade weil die Anlage zugleich Aussichtspunkt und Mahnmal ist, verbindet sie Erinnerung mit Offenheit statt mit Abgrenzung. Genau diese Doppelrolle macht die Schillerhöhe zu einem so starken Ort im Stadtbild. ([aalen.de](https://www.aalen.de/sixcms/media.php/166/Georg%20Wendt_Schillerh%C3%B6he.pdf))

Römische Wurzeln und der Name Schillerhöhe

Die Schillerhöhe ist historisch deutlich älter als das Mahnmal selbst. Bereits um 164 nach Christus errichteten römische Soldaten auf dem Gelände ein großes Reiterkastell zum Schutz des Limes, das als eines der größten seiner Art nördlich der Alpen gilt. Nach dem Rückzug der Römer um 254 blieb das Areal weiter bewohnt und wurde später Teil einer langen Siedlungs- und Erinnerungsgeschichte. Im Frühmittelalter entstand östlich der römischen Ruinen das Gotteshaus, das wir heute als St.-Johann-Kirche kennen. Um dieses Kirchlein legten die Aalener im 16. Jahrhundert ihren städtischen Friedhof an. Dadurch wurde die Schillerhöhe früh zu einem Raum des Gedenkens und der Stadtgeschichte. Spätestens mit dem Kriegerdenkmal von 1878 für die Teilnehmer des Deutsch-Französischen Kriegs und dem nationalsozialistisch missbrauchten Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs von 1933 wurde das Quartier zu einem Zentrum städtischer Erinnerungskultur. Gleichzeitig war die Umgebung bis weit ins 19. Jahrhundert hinein landwirtschaftlich geprägt, erst nach 1900 entstanden dort die ersten Wohngebiete. Der Name Schillerhöhe stammt aus dem Jahr 1905. Damals sollte die kahle Höhe anlässlich des bevorstehenden 100. Todestags Friedrich Schillers mit einer Schillerlinde bepflanzt und nach dem Dichter benannt werden. Ob dort tatsächlich je eine solche Linde stand, ist unklar, doch der Name blieb. Für die heutige Wahrnehmung ist genau das wichtig: Die Schillerhöhe ist kein zufällig benannter Hügel, sondern ein Ort, an dem sich römische, kirchliche, bürgerliche und nachkriegszeitliche Bedeutungen überlagern. Wer das Mahnmal besucht, steht also auf einem Gelände, das seit fast 2000 Jahren immer wieder neu aufgeladen wurde. ([aalen.de](https://www.aalen.de/sixcms/media.php/166/Georg%20Wendt_Schillerh%C3%B6he.pdf))

Glocke, Aussicht und Gedenken im Alltag

Das Mahnmal Schillerhöhe lebt nicht nur von seiner Geschichte, sondern auch von seinem täglichen Rhythmus. Besonders prägend ist das Läuten der Mahnmal-Glocke um 19.45 Uhr, das die Stadt Aalen ausdrücklich mit der Erinnerung an die Gefallenen und Opfer des Zweiten Weltkriegs verbindet. Diese feste Uhrzeit ist bewusst gewählt und verankert den Erinnerungsort im Alltag. Nicht nur an Gedenktagen, sondern Tag für Tag wird der Ort damit hörbar. Genau darin liegt seine Wirkung: Das Mahnmal ist kein fernes Museum, sondern ein Teil des städtischen Lebens. Gleichzeitig erfüllt der Turm eine zweite Funktion als Aussichtsplattform. Die Stadtverwaltung verweist bei Führungen darauf, dass man von oben weite Blicke über Aalen und den Rohrwang genießen kann. Damit verbindet der Turm zwei Perspektiven, die sich gegenseitig verstärken. Nach unten blickt man auf die historische Tiefe des Ortes, nach oben und in die Weite auf die Gegenwart der Stadt. Gerade an Volkstrauertag, bei städtischen Gedenkfeiern oder bei besonderen Führungen wird diese symbolische Doppelrolle sichtbar. Die Stadt Aalen lädt regelmäßig zu Gedenkveranstaltungen am Mahnmal auf der Schillerhöhe ein und nutzt den Ort als zentrale Stelle des städtischen Erinnerns. Bei Sonderführungen ist außerdem eine Anmeldung notwendig, weil die Räumlichkeiten im Turm beengt sind. Das zeigt, dass der Mahnmalcharakter hier nicht bloß dekorativ ist, sondern die Nutzung wirklich bestimmt. Wer den Ort besucht, sollte deshalb nicht nur an Aussicht denken, sondern auch an den stillen, respektvollen Rahmen, der den Turm trägt. Die Glocke, die Architektur und die Lage machen die Schillerhöhe zu einem sehr besonderen Punkt in Aalen: sichtbar, hörbar und historisch tief verankert. ([aalen.de](https://www.aalen.de/tag-des-offenen-denkmals.217792.25.htm))

Anfahrt, Lage und Parken an der Schillerhöhe

Die offizielle Adresse des Mahnmals lautet Schillerhöhe 1, 73430 Aalen. Schon die Lagebeschreibung der Stadt macht klar, dass das Mahnmal in der Nähe der Stadthalle liegt und damit sehr gut im städtischen Gefüge verankert ist. Für Besucher ist das praktisch, weil sich der Ort mit anderen Zielen in Aalen verbinden lässt, etwa mit dem Stadthallenumfeld, mit dem St.-Johann-Friedhof oder mit einem Spaziergang über die Schillerhöhe. Wer mit dem Auto anreist, orientiert sich am besten an den Parkmöglichkeiten an der Stadthalle, denn genau dort nennt die Volkssternwarte auf der Schillerhöhe ihre Parkempfehlung. Von dort geht es über die Sankt-Johann-Straße bergan zur Schillerhöhe. Diese Wegbeschreibung ist nicht nur für Sternwartengäste hilfreich, sondern bietet auch für den Besuch des Mahnmals eine gute Orientierung. Für Fußgänger aus der Innenstadt ist der Zugang ebenfalls naheliegend, weil das Quartier in unmittelbarer Stadtnähe liegt. Die Stadt bietet zudem die Möglichkeit, die Lage im Geodatenportal anzeigen zu lassen, was die Orientierung zusätzlich erleichtert. Für den Besuch sollte man bedenken, dass die Schillerhöhe kein abgelegener Aussichtspunkt ist, sondern Teil eines dicht vernetzten Stadtquartiers. Genau das macht den Reiz der Anfahrt aus: Man kommt nicht an einen isolierten Ort, sondern in ein Ensemble, das zwischen Stadt, Parkraum, Gedenkarchitektur und Kulturstandort vermittelt. Wer die Mahnmal-Schillerhöhe als Ziel ansteuert, erlebt deshalb keine komplizierte Anreise, sondern einen gut eingebetteten Stadtort mit klarer Orientierung und kurzer Distanz zur Stadthalle. ([aalen.de](https://www.aalen.de/mahnmal-schillerhoehe.2783.25.htm))

Volkssternwarte und das Umfeld rund um Stadthalle und Limesmuseum

Zur besonderen Atmosphäre der Schillerhöhe gehört auch die Volkssternwarte Aalen, die sich direkt in der Nachbarschaft des Mahnmals befindet. Ihre Adresse lautet Schillerhöhe 2, beim Mahnmal und in der Nähe der Stadthalle. Die Sternwarte entstand aus einer Initiative ehemaliger Schüler des Schubartgymnasiums und wurde 1969 als Schul- und Volkssternwarte eröffnet. Die Stadt Aalen und die Carl Zeiss Stiftung beziehungsweise das Unternehmen Carl Zeiss stellten dafür die technische und bauliche Grundlage bereit. Heute wird die Sternwarte von der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft Aalen getragen. Für Besucher ist sie vor allem deshalb interessant, weil sie das Erlebnis Schillerhöhe um eine zweite, ganz andere Perspektive erweitert: den Blick in den Himmel. Mehrmals im Jahr gibt es spezielle Sternführungen für Familien, Gruppen ab sechs Personen können nach Vereinbarung kommen, und die öffentlichen Öffnungszeiten sind klar geregelt. Freitags gibt es Abendführungen, die von September bis April ab 20 Uhr und in den helleren Monaten ab 21 Uhr beginnen; im Juni und Juli entfallen die Abendführungen. Sonntags findet von 14 bis 16 Uhr Sonnenbeobachtung statt, der Eintritt ist frei, und bei bedecktem Himmel bleibt die Sternwarte geschlossen. Wichtig ist auch der praktische Hinweis, dass die Kuppel nicht beheizt ist und es bei Beobachtungen kühl werden kann. Das Umfeld der Schillerhöhe wird damit zu einem kleinen Kultur- und Wissensraum. In unmittelbarer Nähe liegen außerdem die Stadthalle, das Limesmuseum und weitere wichtige Orte des historischen Quartiers, das Stadtführungen als besonders aussagekräftig für die Nachkriegsjahrzehnte beschreiben. Wer also das Mahnmal besucht, kann den Rundgang sinnvoll erweitern und an einem einzigen Ausflug Gedenken, Stadtgeschichte, Kultur und Astronomie verbinden. Diese räumliche Verdichtung ist einer der Gründe, warum die Schillerhöhe in Aalen so außergewöhnlich wirkt. ([aalen.de](https://www.aalen.de/sternwarte-aalen-schillerhoehe.3111.25.htm))

Besuchstipps, Führungen und ein respektvoller Rundgang

Wer das Mahnmal Schillerhöhe besucht, sollte sich am besten etwas Zeit nehmen. Es ist kein Ort, den man nur schnell abhakt, sondern einer, der in Ruhe entdeckt werden will. Besonders lohnend ist der Besuch im Rahmen einer Stadtführung, eines Gedenktages oder eines Spaziergangs über die Schillerhöhe, weil sich dann historische Zusammenhänge viel besser erschließen. Die Stadt Aalen betont in ihren Beiträgen immer wieder, dass der Ort eng mit der Erinnerung an Kriegsopfer, mit dem Volkstrauertag und mit dem Wandel der städtischen Erinnerungskultur verbunden ist. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Schillerhöhe nicht nur aus dem Mahnmal besteht. Ein Rundgang kann die St.-Johann-Kirche, den alten Friedhof, die Sternwarte und die angrenzenden Grünflächen einschließen und so einen umfassenden Eindruck vom Quartier vermitteln. Für den praktischen Besuch ist wichtig, dass die Stadtseite zwar die Anschrift und die Lage nennt, aber keine klassischen täglichen Öffnungszeiten für das Mahnmal selbst wie bei einem Museum ausweist. Das spricht dafür, den Ort vor allem als frei zugängliche Gedenkstätte im öffentlichen Raum zu verstehen und Besuche mit Veranstaltungen oder Spaziergängen zu kombinieren. Wer zur Sternwarte möchte, sollte sich zudem nach Wetter und Zeit richten, weil die Beobachtungen nur bei klarem Himmel stattfinden und Öffnungszeiten saisonal variieren. Für die Schillerhöhe insgesamt gilt: Der beste Besuch ist der, der dem Ort gerecht wird. Das bedeutet, nicht nur die Aussicht mitzunehmen, sondern auch die Geschichte zu lesen, die hinter dem Turm steht. So wird aus einem kurzen Stopp ein bewusstes Erlebnis mit echter Tiefe. Und genau darin liegt der bleibende Wert dieses Ortes für Aalen: Er ist Mahnmal, Aussichtspunkt, Erinnerungsraum und Stadtzeichen zugleich. ([aalen.de](https://www.aalen.de/mahnmal-schillerhoehe.2783.25.htm))

Quellen:

  • Stadt Aalen – Mahnmal Schillerhöhe. ([aalen.de](https://www.aalen.de/mahnmal-schillerhoehe.2783.25.htm))
  • Georg Wendt / Stadt Aalen – Schillerhöhe im Aalener Jahrbuch Online. ([aalen.de](https://www.aalen.de/sixcms/media.php/166/Georg%20Wendt_Schillerh%C3%B6he.pdf))
  • Stadt Aalen – Aussicht vom Mahnmal auf der Schillerhöhe. ([aalen.de](https://www.aalen.de/tag-des-offenen-denkmals.217792.25.htm))
  • Sternwarte Aalen – Sternwarte auf der Schillerhöhe. ([aalen.de](https://www.aalen.de/sternwarte-aalen-schillerhoehe.3111.25.htm))
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Mahnmal Schillerhöhe | Geschichte & Anfahrt

Das Mahnmal Schillerhöhe in Aalen ist weit mehr als ein einzelner Gedenkort. Es steht für Erinnerung, für den Blick auf die Stadt und für eine Schicht Aalener Geschichte, die vom römischen Militärlager über den alten Friedhofs- und Erinnerungsraum am St.-Johann-Kirchhof bis in die Nachkriegszeit reicht. Wer die Schillerhöhe besucht, erlebt einen Ort, an dem sich städtische Identität, stille Kontemplation und ein weiter Ausblick miteinander verbinden. Das Mahnmal liegt an der Schillerhöhe 1 in unmittelbarer Nähe der Stadthalle und bildet zusammen mit der Volkssternwarte und dem grünen Umfeld eines der markantesten Ensembles in diesem Teil der Stadt. Genau diese Mischung aus Geschichte, Architektur und Landschaft macht den Ort bis heute so prägend für Aalen. Besonders bekannt ist die Schillerhöhe durch den täglich um 19.45 Uhr läutenden Mahnmal-Glockenton, der an die Gefallenen und Opfer des Zweiten Weltkriegs erinnert und den Ort im Alltag der Stadt sichtbar und hörbar hält. Gleichzeitig ist die Anlage ein Ausgangspunkt für Stadtspaziergänge, für historische Einordnungen und für stille Besuche mit bewusstem Tempo. Wer nach Mahnmal Schillerhöhe Aalen sucht, sucht also nicht nur eine Adresse, sondern einen Zugang zu einer der wichtigsten Erinnerungslandschaften der Stadt. ([aalen.de](https://www.aalen.de/mahnmal-schillerhoehe.2783.25.htm))

Geschichte des Mahnmals auf der Schillerhöhe

Die Entstehung des Mahnmals ist eng mit der Neugestaltung Aalens in den frühen 1950er-Jahren verbunden. 1953 beauftragte der damalige Oberbürgermeister Dr. Karl Schübel den Stadtbaumeister Professor Emil Leo damit, Ideen für ein neues Mahnmal zu sammeln. Leo ließ sich bei einem Aufenthalt in den Alpen unter anderem von der Gefallenenglocke in Rovereto im Trentino inspirieren, die täglich an die Toten des Ersten Weltkriegs erinnert. Aus dieser Anregung entwickelte er ein für Aalen maßgeschneidertes Konzept: einen dreißig Meter hohen Gedenk- und Aussichtsturm, in dessen Innerem eine Glocke untergebracht werden sollte. Als Standort schlug er die Schillerhöhe vor. Der Gemeinderat stimmte zu und prägte auch die symbolische Botschaft des Bauwerks mit. Die Glocke wurde nicht einfach als technisches Detail verstanden, sondern als bewusst gesetztes Zeichen für Frieden, Trost und Erinnerung. Zudem sollte das Gedenken ausdrücklich auch jene Menschen einschließen, die nach dem Krieg nach Aalen gekommen waren, also vor allem Flüchtlinge und Vertriebene. Nach nur sechs Monaten Bauzeit konnte der Mahnmalturm zum Volkstrauertag 1954 eingeweiht werden. Die Stadtgeschichte dokumentiert dieses Jahr als Einweihung des Mahnmals mit Glockenturm auf der Schillerhöhe. Bis heute wirkt diese Entscheidung erstaunlich modern: Das Denkmal ist nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch ein Ort des gemeinsamen städtischen Gedächtnisses. Gerade weil die Anlage zugleich Aussichtspunkt und Mahnmal ist, verbindet sie Erinnerung mit Offenheit statt mit Abgrenzung. Genau diese Doppelrolle macht die Schillerhöhe zu einem so starken Ort im Stadtbild. ([aalen.de](https://www.aalen.de/sixcms/media.php/166/Georg%20Wendt_Schillerh%C3%B6he.pdf))

Römische Wurzeln und der Name Schillerhöhe

Die Schillerhöhe ist historisch deutlich älter als das Mahnmal selbst. Bereits um 164 nach Christus errichteten römische Soldaten auf dem Gelände ein großes Reiterkastell zum Schutz des Limes, das als eines der größten seiner Art nördlich der Alpen gilt. Nach dem Rückzug der Römer um 254 blieb das Areal weiter bewohnt und wurde später Teil einer langen Siedlungs- und Erinnerungsgeschichte. Im Frühmittelalter entstand östlich der römischen Ruinen das Gotteshaus, das wir heute als St.-Johann-Kirche kennen. Um dieses Kirchlein legten die Aalener im 16. Jahrhundert ihren städtischen Friedhof an. Dadurch wurde die Schillerhöhe früh zu einem Raum des Gedenkens und der Stadtgeschichte. Spätestens mit dem Kriegerdenkmal von 1878 für die Teilnehmer des Deutsch-Französischen Kriegs und dem nationalsozialistisch missbrauchten Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs von 1933 wurde das Quartier zu einem Zentrum städtischer Erinnerungskultur. Gleichzeitig war die Umgebung bis weit ins 19. Jahrhundert hinein landwirtschaftlich geprägt, erst nach 1900 entstanden dort die ersten Wohngebiete. Der Name Schillerhöhe stammt aus dem Jahr 1905. Damals sollte die kahle Höhe anlässlich des bevorstehenden 100. Todestags Friedrich Schillers mit einer Schillerlinde bepflanzt und nach dem Dichter benannt werden. Ob dort tatsächlich je eine solche Linde stand, ist unklar, doch der Name blieb. Für die heutige Wahrnehmung ist genau das wichtig: Die Schillerhöhe ist kein zufällig benannter Hügel, sondern ein Ort, an dem sich römische, kirchliche, bürgerliche und nachkriegszeitliche Bedeutungen überlagern. Wer das Mahnmal besucht, steht also auf einem Gelände, das seit fast 2000 Jahren immer wieder neu aufgeladen wurde. ([aalen.de](https://www.aalen.de/sixcms/media.php/166/Georg%20Wendt_Schillerh%C3%B6he.pdf))

Glocke, Aussicht und Gedenken im Alltag

Das Mahnmal Schillerhöhe lebt nicht nur von seiner Geschichte, sondern auch von seinem täglichen Rhythmus. Besonders prägend ist das Läuten der Mahnmal-Glocke um 19.45 Uhr, das die Stadt Aalen ausdrücklich mit der Erinnerung an die Gefallenen und Opfer des Zweiten Weltkriegs verbindet. Diese feste Uhrzeit ist bewusst gewählt und verankert den Erinnerungsort im Alltag. Nicht nur an Gedenktagen, sondern Tag für Tag wird der Ort damit hörbar. Genau darin liegt seine Wirkung: Das Mahnmal ist kein fernes Museum, sondern ein Teil des städtischen Lebens. Gleichzeitig erfüllt der Turm eine zweite Funktion als Aussichtsplattform. Die Stadtverwaltung verweist bei Führungen darauf, dass man von oben weite Blicke über Aalen und den Rohrwang genießen kann. Damit verbindet der Turm zwei Perspektiven, die sich gegenseitig verstärken. Nach unten blickt man auf die historische Tiefe des Ortes, nach oben und in die Weite auf die Gegenwart der Stadt. Gerade an Volkstrauertag, bei städtischen Gedenkfeiern oder bei besonderen Führungen wird diese symbolische Doppelrolle sichtbar. Die Stadt Aalen lädt regelmäßig zu Gedenkveranstaltungen am Mahnmal auf der Schillerhöhe ein und nutzt den Ort als zentrale Stelle des städtischen Erinnerns. Bei Sonderführungen ist außerdem eine Anmeldung notwendig, weil die Räumlichkeiten im Turm beengt sind. Das zeigt, dass der Mahnmalcharakter hier nicht bloß dekorativ ist, sondern die Nutzung wirklich bestimmt. Wer den Ort besucht, sollte deshalb nicht nur an Aussicht denken, sondern auch an den stillen, respektvollen Rahmen, der den Turm trägt. Die Glocke, die Architektur und die Lage machen die Schillerhöhe zu einem sehr besonderen Punkt in Aalen: sichtbar, hörbar und historisch tief verankert. ([aalen.de](https://www.aalen.de/tag-des-offenen-denkmals.217792.25.htm))

Anfahrt, Lage und Parken an der Schillerhöhe

Die offizielle Adresse des Mahnmals lautet Schillerhöhe 1, 73430 Aalen. Schon die Lagebeschreibung der Stadt macht klar, dass das Mahnmal in der Nähe der Stadthalle liegt und damit sehr gut im städtischen Gefüge verankert ist. Für Besucher ist das praktisch, weil sich der Ort mit anderen Zielen in Aalen verbinden lässt, etwa mit dem Stadthallenumfeld, mit dem St.-Johann-Friedhof oder mit einem Spaziergang über die Schillerhöhe. Wer mit dem Auto anreist, orientiert sich am besten an den Parkmöglichkeiten an der Stadthalle, denn genau dort nennt die Volkssternwarte auf der Schillerhöhe ihre Parkempfehlung. Von dort geht es über die Sankt-Johann-Straße bergan zur Schillerhöhe. Diese Wegbeschreibung ist nicht nur für Sternwartengäste hilfreich, sondern bietet auch für den Besuch des Mahnmals eine gute Orientierung. Für Fußgänger aus der Innenstadt ist der Zugang ebenfalls naheliegend, weil das Quartier in unmittelbarer Stadtnähe liegt. Die Stadt bietet zudem die Möglichkeit, die Lage im Geodatenportal anzeigen zu lassen, was die Orientierung zusätzlich erleichtert. Für den Besuch sollte man bedenken, dass die Schillerhöhe kein abgelegener Aussichtspunkt ist, sondern Teil eines dicht vernetzten Stadtquartiers. Genau das macht den Reiz der Anfahrt aus: Man kommt nicht an einen isolierten Ort, sondern in ein Ensemble, das zwischen Stadt, Parkraum, Gedenkarchitektur und Kulturstandort vermittelt. Wer die Mahnmal-Schillerhöhe als Ziel ansteuert, erlebt deshalb keine komplizierte Anreise, sondern einen gut eingebetteten Stadtort mit klarer Orientierung und kurzer Distanz zur Stadthalle. ([aalen.de](https://www.aalen.de/mahnmal-schillerhoehe.2783.25.htm))

Volkssternwarte und das Umfeld rund um Stadthalle und Limesmuseum

Zur besonderen Atmosphäre der Schillerhöhe gehört auch die Volkssternwarte Aalen, die sich direkt in der Nachbarschaft des Mahnmals befindet. Ihre Adresse lautet Schillerhöhe 2, beim Mahnmal und in der Nähe der Stadthalle. Die Sternwarte entstand aus einer Initiative ehemaliger Schüler des Schubartgymnasiums und wurde 1969 als Schul- und Volkssternwarte eröffnet. Die Stadt Aalen und die Carl Zeiss Stiftung beziehungsweise das Unternehmen Carl Zeiss stellten dafür die technische und bauliche Grundlage bereit. Heute wird die Sternwarte von der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft Aalen getragen. Für Besucher ist sie vor allem deshalb interessant, weil sie das Erlebnis Schillerhöhe um eine zweite, ganz andere Perspektive erweitert: den Blick in den Himmel. Mehrmals im Jahr gibt es spezielle Sternführungen für Familien, Gruppen ab sechs Personen können nach Vereinbarung kommen, und die öffentlichen Öffnungszeiten sind klar geregelt. Freitags gibt es Abendführungen, die von September bis April ab 20 Uhr und in den helleren Monaten ab 21 Uhr beginnen; im Juni und Juli entfallen die Abendführungen. Sonntags findet von 14 bis 16 Uhr Sonnenbeobachtung statt, der Eintritt ist frei, und bei bedecktem Himmel bleibt die Sternwarte geschlossen. Wichtig ist auch der praktische Hinweis, dass die Kuppel nicht beheizt ist und es bei Beobachtungen kühl werden kann. Das Umfeld der Schillerhöhe wird damit zu einem kleinen Kultur- und Wissensraum. In unmittelbarer Nähe liegen außerdem die Stadthalle, das Limesmuseum und weitere wichtige Orte des historischen Quartiers, das Stadtführungen als besonders aussagekräftig für die Nachkriegsjahrzehnte beschreiben. Wer also das Mahnmal besucht, kann den Rundgang sinnvoll erweitern und an einem einzigen Ausflug Gedenken, Stadtgeschichte, Kultur und Astronomie verbinden. Diese räumliche Verdichtung ist einer der Gründe, warum die Schillerhöhe in Aalen so außergewöhnlich wirkt. ([aalen.de](https://www.aalen.de/sternwarte-aalen-schillerhoehe.3111.25.htm))

Besuchstipps, Führungen und ein respektvoller Rundgang

Wer das Mahnmal Schillerhöhe besucht, sollte sich am besten etwas Zeit nehmen. Es ist kein Ort, den man nur schnell abhakt, sondern einer, der in Ruhe entdeckt werden will. Besonders lohnend ist der Besuch im Rahmen einer Stadtführung, eines Gedenktages oder eines Spaziergangs über die Schillerhöhe, weil sich dann historische Zusammenhänge viel besser erschließen. Die Stadt Aalen betont in ihren Beiträgen immer wieder, dass der Ort eng mit der Erinnerung an Kriegsopfer, mit dem Volkstrauertag und mit dem Wandel der städtischen Erinnerungskultur verbunden ist. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Schillerhöhe nicht nur aus dem Mahnmal besteht. Ein Rundgang kann die St.-Johann-Kirche, den alten Friedhof, die Sternwarte und die angrenzenden Grünflächen einschließen und so einen umfassenden Eindruck vom Quartier vermitteln. Für den praktischen Besuch ist wichtig, dass die Stadtseite zwar die Anschrift und die Lage nennt, aber keine klassischen täglichen Öffnungszeiten für das Mahnmal selbst wie bei einem Museum ausweist. Das spricht dafür, den Ort vor allem als frei zugängliche Gedenkstätte im öffentlichen Raum zu verstehen und Besuche mit Veranstaltungen oder Spaziergängen zu kombinieren. Wer zur Sternwarte möchte, sollte sich zudem nach Wetter und Zeit richten, weil die Beobachtungen nur bei klarem Himmel stattfinden und Öffnungszeiten saisonal variieren. Für die Schillerhöhe insgesamt gilt: Der beste Besuch ist der, der dem Ort gerecht wird. Das bedeutet, nicht nur die Aussicht mitzunehmen, sondern auch die Geschichte zu lesen, die hinter dem Turm steht. So wird aus einem kurzen Stopp ein bewusstes Erlebnis mit echter Tiefe. Und genau darin liegt der bleibende Wert dieses Ortes für Aalen: Er ist Mahnmal, Aussichtspunkt, Erinnerungsraum und Stadtzeichen zugleich. ([aalen.de](https://www.aalen.de/mahnmal-schillerhoehe.2783.25.htm))

Quellen:

  • Stadt Aalen – Mahnmal Schillerhöhe. ([aalen.de](https://www.aalen.de/mahnmal-schillerhoehe.2783.25.htm))
  • Georg Wendt / Stadt Aalen – Schillerhöhe im Aalener Jahrbuch Online. ([aalen.de](https://www.aalen.de/sixcms/media.php/166/Georg%20Wendt_Schillerh%C3%B6he.pdf))
  • Stadt Aalen – Aussicht vom Mahnmal auf der Schillerhöhe. ([aalen.de](https://www.aalen.de/tag-des-offenen-denkmals.217792.25.htm))
  • Sternwarte Aalen – Sternwarte auf der Schillerhöhe. ([aalen.de](https://www.aalen.de/sternwarte-aalen-schillerhoehe.3111.25.htm))

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